José de Ribera (1591 - 1652), l’audace du réel
Jusepe de Ribera, der 1591 in Jativa geboren wurde, kam noch sehr jung nach Rom, bevor er sich 1616 endgültig in Neapel niederließ, das damals zu Spanien gehörte. In dieser Stadt, in der er einen fulminanten Erfolg feierte, wurde er zu einem der großen Meister der Malerei des 17. Jahrhunderts. Die Ausstellung im Petit Palais vereint mehr als hundert Gemälde, Zeichnungen und Druckgrafiken aus aller Welt, um seinen außergewöhnlichen Werdegang nachzuzeichnen. In der Tradition Caravaggios zeichnet sich Ribera durch seine radikale Herangehensweise an die Malerei nach der Natur aus. Er gibt Körper, Gesichter und Gegenstände mit einer fast greifbaren Intensität wieder und verleiht selbst den bescheidensten Motiven eine ergreifende Würde. Porträts von Philosophen, religiöse Szenen und Märtyrer zeugen von einer virtuosen, einfühlsamen und tief in der Realität verwurzelten Kunst.